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Untersuchung zeigt hohe Bisphenol-Belastung in Konservendosen

DIE RHEINPFALZ•
Untersuchung zeigt hohe Bisphenol-Belastung in Konservendosen - gesundheit news

Eine aktuelle Untersuchung der Zeitschrift „Öko-Test“ (Ausgabe 9/2026) zeigt eine weit verbreitete Belastung von Konservendosen mit Bisphenolen auf. Von 52 im Labor untersuchten Lebensmitteln – darunter Ravioli, Ananas, Linseneintöpfe, Mischgemüse, Softdrinks und Heringsfilets – wiesen 42 eine hohe oder sehr hohe Belastung mit Bisphenol A (BPA) auf.

Bisphenole sind Chemikalien, die das Hormonsystem beeinflussen und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen können. Die Belastung der Lebensmittel kann durch den Dosenlack entstehen. Während für die Innenseiten der Dosen zunehmend BPA-freie Lacke Standard sind, können Außenseiten mit BPA-haltigen Lacken die Lebensmittel verunreinigen. Dies geschieht während der Produktion durch einen sogenannten „Abklatsch“, wenn die Außen- und Innenseiten beim Stapeln der Dosen in Kontakt kommen.

Die Einordnung der Werte erfolgte anhand des TDI-Werts der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Dieser Wert gibt die tägliche Menge an, die über ein Leben hinweg konsumiert werden kann, ohne ein merkliches Gesundheitsrisiko zu bergen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat jedoch einen weniger strengen TDI-Wert festgelegt.

Bezüglich der Regulierung gelten folgende Fristen:

  • Seit Januar 2025: In der EU ist die absichtliche Verwendung von BPA für Materialien mit Lebensmittelkontakt untersagt.
  • Ab Januar 2028: Es dürfen keine Dosen mehr in den Verkehr gebracht werden, die BPA-haltige Außenseitenlackierungen besitzen.

Da eine BPA-Belastung optisch nicht erkennbar ist, rät die Verbraucherzentrale Sachsen zum Umstieg auf Glaskonserven, bis die Verbote vollständig umgesetzt sind.

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