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Brustkrebs-Skandal in Bremen: Betroffene warten auf Entschädigung

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Brustkrebs-Skandal in Bremen: Betroffene warten auf Entschädigung - nachrichten news

Neun Monate nach dem Skandal am Klinikum Bremen-Mitte hat der Klinikverbund Geno in keinem Fall die Haftung für die Fehlbehandlungen von Brustkrebspatientinnen anerkannt. Die Betroffenen warten weiterhin auf Schadensersatz und Schmerzensgeld.

Insgesamt 34 Patientinnen waren von Fehlern in der Pathologie betroffen. Ein entscheidender Wert wurde falsch eingeschätzt, was dazu führte, dass Patientinnen monatelang Behandlungen erhielten, die medizinisch nicht angezeigt waren. Die Folgen laut Berichten der Frauen sind unter anderem:

  • Nervenschäden
  • Anhaltende Schmerzen
  • Erschöpfung
  • Psychische Belastungen

Von den 34 Patientinnen haben 17 bereits Schadensersatz- oder Schmerzensgeldansprüche geltend gemacht. Bisher sind keine Zahlungen geflossen. Betroffene geben an, seit einem Informationstermin im Januar keine Rückmeldungen mehr von der Klinik erhalten zu haben; teilweise haben sie bereits eigene Anwälte eingeschaltet.

Der Klinikverbund begründet die Verzögerung mit rechtlichen Zwängen. Eine Entschädigung könne nicht eigenständig entschieden werden, ohne den Versicherungsschutz zu gefährden. Die Regulierung erfolge zentral über den Kommunalen Schadenausgleich, eine Selbstversicherungseinrichtung. Voraussetzung für Zahlungen sei die Feststellung eines rechtlichen, verschuldeten Fehlers, die aus Sicht der Geno bislang fehlt.

Zuvor hatten Verantwortliche Unterstützung zugesagt. Direktor Johann Ockenga bezeichnete den Vorfall als Fehler des Klinikums und kündigte Konsequenzen an. Auch Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard hatte versprochen, alles Erdenkliche für die Betroffenen zu tun. Bernhard verweist zudem darauf, dass Mitarbeiter des Klinikums bereits 2023 Überlastung angezeigt hatten, und strebt eine transparente Aufarbeitung an.

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