Novavax setzt auf Technologie-Partnerschaften und Matrix-M Adjuvans
Das Unternehmen Novavax verfolgt eine Strategie, die auf Forschung, Entwicklung und Partnerschaften statt auf alleiniger Kommerzialisierung basiert. Im Januar schloss Novavax eine Vereinbarung mit Pfizer ab, um seine Matrix-M Adjuvans-Technologie bereitzustellen. Pfizer zahlte laut Berichten eine Vorabsumme von 30 Millionen US-Dollar, ergänzt um weitere 500 Millionen US-Dollar bei Erreichen von Entwicklungs- und kommerziellen Meilensteinen.
Silvia Taylor, die bei Novavax die Regierungsangelegenheiten leitet, erläutert die Bedeutung der technologischen Plattformen. Novavax nutzt eine proteinbasierte Nanopartikel-Technologie sowie das Adjuvans Matrix-M. Ein Adjuvans dient dazu, die Immunantwort zu stimulieren, was potenziell die Kosten, das Nebenwirkungsprofil und die benötigte Antigenmenge senken kann. Matrix-M wurde bereits bei COVID-19-Impfstoffen und bei Malaria eingesetzt.
Im Bereich der kommerziellen Strategie hat Novavax den Fokus verschoben:
- Das COVID-19-Impfprodukt Nivaxivid wird global durch den Partner Sanofi vermarktet.
- Die Bereitstellung der Technologieplattform für Partner mit größerer Reichweite steht im Vordergrund.
- Die Zusammenarbeit mit großen Akteuren wie Pfizer und Sanofi soll den weltweiten Zugang zu Impfstoffen sichern.
Trotz regulatorischer Unsicherheiten, wie personellen Wechseln im US-Gesundheitsministerium (HHS) und dem daraus resultierenden Ausfall des ACIP-Treffens im Februar, schreitet die Impfstoffentwicklung voran. Im Mai stimmte ein Beratungsgremium der FDA für die Aktualisierung von COVID-19-Impfstoffen gegen die XFG-Variante, was auch die in Zusammenarbeit mit Novavax und Sanofi entwickelte Lösung einschließt.
Taylor merkt an, dass das politische Umfeld entscheidend dafür ist, wie Impfstoffe genutzt werden, wer sie erhält und wie sie verabreicht werden. Während die Entwicklung von Produkten durch Zulassungen geregelt wird, steuert die Politik die tatsächliche Anwendung in der Bevölkerung.

